Leistungsspektrum

Psychologische Diagnostik

Im Rahmen der Diagnostik von psychiatrischen und neurologischen Störungen wird häufig der Einsatz von standardisierten Testverfahren benötigt. Wir können in unserer Praxis folgende Tests durchführen:

  • Intelligenztest für alle Altersgruppen
  • Lese- und Rechtschreibtest zur Erfassung einer Legasthenie
  • Rechentest zur Erfassung einer Dyskalkulie
  • Konzentrationstest
  • Beurteilung der motorischen Entwicklung
  • Demenztestung: MMST, DemTect, Uhrentest, Angehörigenfragebogen (Nosger)
  • bei Morbus Parkinson: PANDA Test
  • bei MS: FST (Faces Symbol Test)
  • Persönlichkeitstest
  • u.v.m…

Apparative Diagnostik

EEG (ELEKTROENCEPHALOGRAPHIE):
Die Elektroencephalographie (EEG) ist eine über 80 Jahre alte Methode zur Messung der summierten elektrischen Aktivität der Neuronen, welche die Spannungspotential-Differenz der Elektroden an der Kopfhaut misst. Diese gehört zu der Basisdiagnostik in der Neurologie und Psychiatrie. Die Ableitung erfolgt nach den Richtlinien der DGKN mit dem 10-20-System angebrachten Elektroden. Je nach Fragestellung kann ein Schlaf-EEG zur Erkennung der latenten Anfallsbereitschaft durchgeführt werden. Diese Untersuchung wird zur Abklärung von Kopfschmerzen, unklaren Bewusstseinszuständen (z. B. bei Epilepsie) und anderen Krankheitsbildern eingesetzt.
AEP (AKUSTISCH EVOZIERTE POTENTIALE):
Akustisch evozierte Potentiale ermöglichen eine Beurteilung der zentralen akustischen Bahn im Hirnstamm und des Hörnervs. Zur Prüfung der Intaktheit des Hörvermögens, zur Abklärung von Schwindel, Tinnitus und u.a. bei Verdacht auf ein Akustikusneurinom wird diese Untersuchung durchgeführt.
VEP (VISUELL EVOZIERTE POTENTIALE):
Visuell evozierte Potentiale werden durch einen Schwarz-Weiß-Kontrastwechsel ausgelöst. Sie ermöglichen eine Messung der Leitgeschwindigkeit des Sehnervs und werden zur Abklärung einer Sehstörung v.a. bei der Diagnostik der Multiplen Sklerose und Optikusneuritis eingesetzt.
Doppler Sonographie:
Die Doppler-Sonographie ist ein Verfahren, bei dem mittels Aussendung von Ultraschallwellen die Fließgeschwindigkeit des Blutes in Arterien und Venen gemessen werden kann. Dies ermöglicht z.B. Gefäßverengungen als Ursache für Hirndurchblutungsstörungen aufzudecken.
SEP (Somatosensorisch evozierte Potentiale):
Hierbei werden in der Regel Nerven an den Extremitäten stimuliert, um eine Verlangsamung der Nervenleitgeschwindigkeit in den verschiedenen Abschnitten des Reizleitungssystems (peripherer Nerv ⇒ Rückenmark ⇒ Hirnstamm ⇒ Hirnrinde ) nachzuweisen. Dies ermöglicht eine sogenannte “Etagendiagnostik”, d.h. es können Schädigungen in der Peripherie, im Bereich des Rückenmarks oder im Hirnstamm lokalisiert werden, So kann z.B. eine Rückenmarkskanalverengung (Spinalkanalstenose) festgestellt werden.
ENG (ELEKTRONEUROGRAPHIE):
Bei der Elektroneurographie wird die elektrische Aktivität und die Leitfähigkeit eines Nerven gemessen. Hieraus lässt sich die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) errechnen, also die Geschwindigkeit, mit der der Nerv elektrische Impulse weiterleitet. Liegt eine Schädigung vor, ist die NLG oder die distale Latenz vermindert. Diese Methode wird z. B. zur Abklärung eines Karpal-Tunnel-Syndroms oder Sulcus Ulnaris Syndroms eingesetzt.
EMG (ELEKTROMYOGRAPHIE):
Die Elektromyographie ermöglicht die Messung der elektrischen Aktivität einzelner Muskeln. Daraus können Rückschlüsse auf verschiedene Muskel- aber auch Nervenerkrankungen gezogen werden. Diese Methode kommt u.a. zur Anwendung bei Bandscheibenvorfällen sowie Muskel- und Nervenentzündungen.